10.09.17

Gemeinsam für Gottes Schöpfung bitten

Bericht zur Ökumenischen Feier zum Tag der Schöpfung am 1. September 2017 in Kemnat von Dr. Hans-Hermann Böhm.
[Auf dem Foto: Pater Ioannis Vergetis, Pastoralreferentin Britta Groß und Pfr. Christian Kohler (von links nach rechts).]

Zum Ökumenischen Tag der Schöpfung trafen sich 70 evangelische, griechisch-orthodoxe und katholische Christen in der Bartholmäus Kirche in Ostfildern-Kemnat. Pater Ioannis Vergetis, griechisch-orthodoxe Gemeinde, erinnerte an die aufrüttelnde Botschaft von Dimitrios I., dem damaligen Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel: "die unbarmherzige Knechtung und Zerstörung der Umwelt..durch Verschmutzung der Natur, Ausrottung von Pflanzen- und Tierarten und den Treibhauseffekt." Dimitrios schlug schon 1989 den Tag der Schöpfung vor. Später hat Papst Franziskus diesen Tag für die katholische Weltkirche übernommen. Aus dem Bittgottesdienst des Mönch Gerasimos sang Pater Vergetis Bitten zu Ps. 129: "Umarme, Christus, Retter, die ganze Schöpfung mit der Macht Deiner Liebe zur Menschheit..."

In seiner Ansprache betonte Dr. Hans-Hermann Böhm: So kann es nicht weitergehen. Eine große Transformation, ein radikales Umdenken sei notwendig. Das Motiv für eine Umkehr sei allerdings nicht die Panik, sondern sei begründet in der Botschaft vom "Reichtum der Güte Gottes." so wie es in Römer 2, Vers 4 heißt: "Weißt du nicht, dass dich der Reichtum von Gottes Güte zur Umkehr treibt". Gott lädt zuerst zur Umkehr zu Ihm ein. Und dann denken wir um: Global mit Blick auf seine Erde. Aus Dankbarkeit beginnen wir einen neuen Lebenstil, der die große Transformation in Schritten angeht.

Gemeinsam erteilten Pater Ioannis Vergetis, Pastoralreferentin Britta Groß und Pfr. Christian Kohler den Segen, der zur Umkehr und zum Handeln ermutigen sollte.

Zum Umdenken trug eine kleine "Ausstellung" von "Kunstwerken" bei. Schüler der 1. Klasse hatten aus Abfällen lustige Figuren gebastelt. Der Gedanke: Nichts ist Abfall. In Zukunft brauchen wir eine Kreislaufwirtschaft. Als kleinen Schritt zum Handeln wurde auf den fairen Einkauf verwiesen. Die Besucher konnten auch faire Ware einkaufen. Beim Bistro wurde die Chance der Begegnung reichlich genutzt.

Dr. Hans-Hermann Böhm