Ausschuss für Energie, Schöpfung und Umwelt

Unter dem biblischen Auftrag von "bebauen und bewahren" engagiert sich die Kirchengemeinde für die Umwelt.

  • Ein Team unter Leitung von Frau Christine Forschner kümmert sich um das Energiemanagement. Durch Überwachung und Feinsteuerung der Heizanlagen konnten die Verbräuche signifikant verringert werden.
  • Der Bauausschuß und der Kirchengemeinderat haben im Zuge der Renovierung Nisthilfen für Turmfalken und Mauersegler vorgesehen. Die Nisthilfen sind mittlerweile installiert und von den Tieren angenommen.
  • Im Rossert sind vor Jahren Fledermauskästen aufgehängt worden. Und die selten gewordene Elsbeere (Sorbus torminalis) wurde beim Pfingstgottesdienst 2011 gepflanzt. Der Ausschuss für Schöpfung und Umwelt berät weitere Schritte für den Arten- und Klimaschutz.

Mitstreiter sind willkommen. Kontakt: Kirchengemeinderat Hans-Hermann Böhm

 

Fair ist nicht schwer...

...und bereitet sogar Spaß. Jedenfalls den Jungen, die beim Gemeindefest stundenlang Kaffeebohnen  geröstet haben. Der Duft zog durch den ganzen Pfarrhof. Dann haben sie die gute alte Kaffeemühle gedreht, das Mahlgut aufgebrüht und an den Tischen als "ihren" Kaffee angeboten.

Ort des Geschehens: Das Brot-Mobil. Dort konnten alle  fairen Kafffee, Tee oder Kakao probieren, ausgeschenkt von den Brot für die Welt- Botschaftern Johanna Ewig-Spur und Male Knapp. Und der Kaffeeparcours zeigte den langen Weg zum fairen Kaffee  auf...

Wer auf den Geschmack gekommen war, konnte auf Andy´s Lastenrad Faire Waren kaufen: Kaffee, Tee, Schokolade, Honig. Christine Böhm überzeugte zusammen mit Heidrun Mack-Wabnegger von der katholischen Gemeinde geduldig einige, Waren zu fairen Preisen mit nach Hause zu nehmen. Und hoffentlich künftig "fair" einzukaufen.

Faire Gemeinde

Im Sommer 2016 hat unsere Kirchengemeinde offiziell das Prädikat „Faire Gemeinde“ von ‚Brot für die Welt‘ erhalten. Damit gehören wir zu den ersten 10 Gemeinden in Württemberg, die diese Auszeichnung verliehen bekommen haben. Warum wollen wir „Faire Gemeinde“ sein? Und was bedeutet das konkret für die Arbeit in unserer Kirchengemeinde? Lesen Sie mehr.

Schöne neue Plastikwelt: Kunststoff und dessen Müll ist ein Problem

Wussten Sie, dass: 

  • Plastik Schadstoffe enthält, wie Weichmacher und Flammschutzmittel, die durch die Nahrungskette auch den Menschen erreichen können.
  • Zur Produktion von einem Kilogramm Plastik mindestens die doppelte Menge an Öl benötigt wird. Wenn ein Kilogramm Mischplastik verbrannt wird, entweichen etwa drei Kilogramm CO2 in die Atmosphäre. Deshalb keine Plastiktüten beim Einkauf verwenden.
  • Lediglich 42 Prozent der gesamten Kunststoffabfallmenge (inkl. Industrieabfälle) recycelt werden. 56 Prozent werden verbrannt und gehen damit der Kreislaufwirtschaft für immer verloren.
  • Im Nordpazifik seit Jahrzehnten ein Müllstrudel treibt, der mittlerweile so groß ist wie Zentraleuropa. Drei Viertel dieses Mülls besteht aus Plastik, welches sich in immer kleinere Partikel zersetzt. Bis zur völligen Zersetzung von Plastik können 350-400 Jahre vergehen.
  • Wasser in Plastikflaschen ungesunde Stoffe enthalten kann. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge haben Forscher der Universität Frankfurt in Wasserflaschen aus Plastik hormonähnliche Stoffe wie das weibliche Sexualhormon Östrogen nachgewiesen. Es besteht der Verdacht, dass Stoffe wie etwa Weichmacher, die im verwendeten Kunststoff in kleinen Mengen enthalten sind, ins Wasser auslaugen. Die Östrogen-Belastung in Wasser aus PET-Flaschen ist etwa doppelt so hoch ist wie in Wasser aus Glasflaschen. Der Kirchengemeinderat will deshalb bei Festen die Getränke nur noch in Glasflaschen anbieten.
  • Plastikflaschen nicht zu warm, vor allem nicht in der Sonne, gelagert werden sollten. Denn durch UV-Strahlung und Wärme können sich noch mehr Stoffe aus dem Plastik lösen und in das Wasser gelangen.

Aus aktuellem Anlass: 30 Jahre Tschenobyl

Nach Besuchen in Weißrussland und bei der Wismut, die Uranerz für die UdssR gefördert hat, hat unser Kirchengemeinderat Dr. Hans-Hermann Böhm diesen Beitrag verfasst.

Das kommt mir nicht in die Tüte - Ich nutze einen Beutel

Jährlich landen massenhaft Plastiktüten und anderer Plastikmüll im Meer. Tiere, die da hinein geraten, gehen elend zu Grunde. Auch die Kunststoffkügelchen aus Kosmetika (aus Gesichts- und Körperpeelings, Zahnpasten mit Schmirgeleffekt) sind für Meerestiere tödlich. Über die Nahrungskette gelangen Inhaltsstoffe aus den Kunststoffen wieder in die menschlichen Nahrung.

Seit Beginn des "Plastikzeitalters" in den 50 Jahren hat sich z.B. die Rate der hormonabhängigen Krebsarten verdoppelt, großenteils mit verursacht durch hormonähnlich wirkende Stoffe aus Kunststoffen.

Jede(r) kann einen -wenn auch kleinen-Beitrag zur Verminderung des Mülls leisten. Kleine Schritte verändern die Welt, wenn viele Menschen sie gehen.

Energieverbrauch entscheidend gesenkt

Seit dem Jahr 2005 wird der Wärmeenergieverbrauch in unserer Kirchengemeinde genauer unter die Lupe genommen und es wurde kontinuierlich versucht den Verbrauch zu senken. Die erste Maßnahme war eine regelmäßige Erfassung des Verbrauchs, um Vergleichszahlen zu haben. Als zweiten Schritt haben wir die Heizzeiten besser an die  Belegungszeiten der Kirche und des Gemeindehauses angepasst. Damit haben wir eine Reduzierung des Verbrauchs um ca. 20% erreicht.

Den Durchbruch brachte im Jahr 2009 der Einbau der neuen Heizung mit Niedrigenergiekessel und programmierbaren Heizkörperventilen. Die Daten von 2009 zeigen, dass man eine neue Heizung erst in den Griff bekommen muss. Ab 2010 wurde der Energieverbrauch auf 60% der Anfangswerte reduziert. Bei der Renovierung der Kirche 2012/2013 sind umfangreiche Wärmedämmungsmaßnahmen ergriffen worden, was sich im Verbrauch noch einmal positiv niederschlug. So sind wir jetzt aktuell bei 50% der Ausgangswerte angelangt.

Kirchturm in Kemnat hat einen Untermieter

Im Zuge der Kirchenrenovierung hat die Kirchengemeinde einen Nistkasten für Turmfalken aufgehängt. Kurz nachdem das Gerüst entfernt wurde, hat ein Falkenpaar die luftige Wohnung für gut befunden und bezogen. Jetzt hoffen alle auf einen guten Bruterfolg.

Unter dem Dach auf der Südostseite des Kirchenschiffs sind für die flinken Mauersegler, die seit Anfang Mai die Kemnater mit dem hellen ,,cri-cri" erfreuen, fünf Nistkästen aufgehängt. Wer zuerst den ,,Bezug" meldet, erhält ein Postkartenset.

Evangelische Kirchengemeinde Kemnat vom NABU für Artenschutz ausgezeichnet

Ulrich Salm vom NABU überreicht die Plakette "Lebensraum Kirchturm" an die Vertreter der Kirchengemeinde Kemnat, Marc Figel, Hans-Hermann Böhm und Pfr. Christian Kohler (von rechts nach links)

Für den NABU Landesverband hat Ulrich Salm von der Ortsgruppe Kemnat die Kirchengemeinde Kemnat mit der Plakette "Lebensraum Kirchturm" ausgezeichnet. Jung und Alt verfolgte beim Gemeindefest das Anbringen der Plakette. Marc Figel, betonte, dass es dem Kirchengemeinderat wichtig war, im Zuge der Renovierung Nisthilfen für Turmfalken und Mauersegler anzubringen. Mittlerweile habe ein Falkenpäarchen die luftige Wohnung bezogen. Leider seien anschließend Tauben eingezogen.

Hans-Hermann Böhm, Kirchengemeinderat, erinnerte an Psalm 84, in dem es heißt: "Auch der Sperling und die Schwalbe finden ein Nest am Haus Gottes". Es sei nur folgerichtig, auch heute Lebensräume für die fliegenden Mitgeschöpfe zu schaffen.

Die Kirchengemeinde ist seit  Jahren aktiv für den Artenschutz. Früher bewohnten Schleiereulen den Kirchturm. Vor 2 Jahren wurden  Fledermauskästen im Rossert und im Garten der Kindertagesstätte aufgehängt und die seltene Elsbeere gepflanzt.