Bericht vom Umweltausschuss zum Thema Winterkirche im Januar, Februar 2020.

Unter dem Eindruck der Klimadiskussion und dem christlichen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung hatte unsere Kirchengemeinde beschlossen, im Januar und Februar dieses Jahres an 8 Terminen die sonntäglichen Gottesdienste im Gemeindehaus stattfinden zu lassen.

Das Konzept sah vor, dass ein Team das Gemeindehaus bestuhlt, die Technik bereitgestellt wird, die Messnerin den Altar richtet und anschließend wechselnde Teams für Kaffee und Tee sorgen, um anschließend beisammen sein zu können. Recht aufwendig hat Frau Forschner die Energiezahlen/Verbrauchswerte wöchentlich abgelesen, um auch den Energieeinsparungseffekt dokumentieren zu können.

Auf dem Mitarbeiterfest und an den Gottesdiensten im März haben wir dann Fragebögen verteilt und um Rückmeldung der Gemeinde gebeten.

Jetzt haben alle Teams getagt und das sind die Ergebnisse:

1.Ergebnis der Ablesedaten

Wir konnten ca. 30 % Energie(Verbrauchsmenge) einsparen (auch im Gemeindeblatt berichtet). Hier kommen 2 Effekte zum Tragen. Der Wechsel von Kirche zu Gemeindehaus und die allgemeine Wetterlage in den betrachteten Monaten. Um diese Entwicklung zu erhärten, werden wir dies nochmals bei einer Wiederholung im nächsten Winter messen.

30 % Einsparung ist viel, und es freut uns, hier einen Beitrag zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz leisten zu können.

2. Die Kernergebnisse der Befragung

  • Über 80 % Zustimmung zur Durchführung der Winterkirche
  • Über 90 % wollen, dass wir als Gemeinde unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten
  • 72 % der Winterkirchenbesucher fanden die Gottesdienstatmosphäre gut

Wir freuen uns, über so viel Zustimmung und sehen das als klaren Auftrag in diesem Sinne im Umweltausschuss weiterzuarbeiten.

3. Rückmeldung aus den Teams wg. Mehraufwand für die Verlegung des Gottesdienstes ins Gemeindehaus

Natürlich war es ein Mehraufwand für Auf- und Abbau und das nachträgliche Cafe´. Aber alle Beteiligten haben es zu diesem Zweck gerne auf sich genommen. Die Kommentare waren sehr hilfreich, haben uns bestärkt und zusätzlich wichtige Hinweise für eine Wiederholung gegeben.

Die Ergebnisse wurden dem Kirchengemeinderat am 24.3.2020 vorgestellt, und wir haben den Auftrag erhalten, im nächsten Winter eine Wiederholung durchzuführen. Inwieweit dies dann mit den „Corona“-Regeln machbar ist, wird sich zeigen. Wir sind uns aber unserer Verantwortung bewusst an diesem Thema dranzubleiben (ergänzend siehe auch Artikel von Dr. Hans-Hermann Böhm hierzu im Anhang). Eindeutig ist, dass wir vom Umweltausschuss den Auftrag annehmen und in Ihrem/Euren Sinne weiterführen wollen. Demnächst steht die Verlängerung des Siegels „FaireGemeinde“ an, und wir werden eine Verlängerung anstreben. Ob der Tag der Schöpfung im Rossert (geplant für September) stattfinden kann, ist wg. „Corona“ nicht gesichert.

Herzliche Einladung zur nächsten Sitzung. Einen Termin entnehmen Sie zu gegebener Zeit in der Stadtrundschau und den Abkündigungen der Gemeinde.

Claudia Hahn-Luckfiel /Umweltausschuss 11.5.2020