30.06.20

Gedanke der Woche: Wo ist solch ein Gott?

Das Lied klingt mir noch in den Ohren vom Sonntag, denn ich war nicht als Prediger, sondern als Musiker im Einsatz: „Wo ist solch ein Gott, so wie Du? Der die Sünden vergibt und erlässt die Schuld Seines Volkes. Der an seinem Zorn nicht ewig festhält, denn Er ist ist barmherzig. Wo ist solch ein Gott, so wie Du?“ Ein Schlager aus meiner Jugendzeit, der auch heute noch gut zu singen ist. Es ist der vertonte Predigttext aus Micha 7.
Über Micha reden wir gerade in unserem Bibelgespräch. Er kündigte seinem Volk Gericht an, weil es sich überhaupt nicht an Gottes Gebote hielt. Arme Menschen wurden rücksichtslos ausgebeutet, Kriege grausam geführt, es gab keine Gerechtigkeit. Darüber ist Gott zu Recht zornig. Und auch heute hat er allen Grund dazu. Wie viele schauen mehr nach sich als nach den anderen, versuchen ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen und denken: Nach mir die Sintflut.
Jesus hat etwas anderes vorgelebt und uns im Gebot der Nächstenliebe als Auftrag gegeben. Das kommt zum Ausdruck im Wochenspruch:
"DER MENSCHENSOHN IST GEKOMMEN, ZU SUCHEN UND SELIG ZU MACHEN, WAS VERLOREN IST." Lukas 19,10
Das Verlorene suchen: Das erinnert an das eine verlorene Schaf, dem Jesus nachgeht und dafür die anderen 99 erst einmal sich selbst überlässt. Manchmal sind wir selbst so verloren und„lost“, dass wir das brauchen. Und manchmal sollen wir im Auftrag Jesu uns auf die Suche machen nach der einen Person, um die sich sonst niemand kümmert. Bestimmt fällt Ihnen, fällt Dir jemand ein …